Sony verkauft offenbar Hunderte VR-Patente an Meta
Sony scheint seine Ambitionen im Bereich Virtual Reality deutlich zurückzufahren. Wie jetzt bekannt wurde, soll der PlayStation-Hersteller insgesamt 419 Patente rund um VR-Technologien an Meta übertragen haben.
Darüber berichtet zunächst ZDNet Korea, das entsprechende Informationen entdeckt haben will. Auch Road to VR griff die Meldung anschließend auf. Demnach handelt es sich um Patente aus verschiedenen Ländern. Allein zwischen Juni und September dieses Jahres sollen 43 US-Patente den Besitzer gewechselt haben.
Die betroffenen Patente sollen unterschiedliche Technologien rund um Virtual Reality abdecken. Dass ausgerechnet Meta – mit seiner Quest-Plattform einer der größten Konkurrenten im VR-Markt – als Käufer auftritt, ist dabei besonders interessant.
Sony hatte mit PlayStation VR und später PlayStation VR2 lange auf Virtual Reality als wichtigen Bestandteil des PlayStation-Ökosystems gesetzt. Die zweite Generation erschien 2023 für die PlayStation 5, konnte allerdings offenbar nicht die erhoffte Marktdurchdringung erreichen. Sony hatte in der Vergangenheit zudem Berichten zufolge seine VR-Aktivitäten deutlich zurückgefahren.
Der Verkauf einer derart großen Zahl an Patenten könnte nun ein weiteres Indiz dafür sein, dass Sony seine VR-Strategie neu ausrichtet oder sich zumindest aus bestimmten Bereichen des Marktes zurückzieht. Gleichzeitig erhält Meta durch die Übernahme Zugriff auf eine große Zahl an Technologien, die künftig in die eigene VR- und Mixed-Reality-Entwicklung einfließen könnten.