Nach all den großen und kleinen Spieleankündigungen im Rahmen der virtuellen GC 21 gibt es jetzt wieder ernste Industrie-News:
Das chinesische Technologie-Unternehmen NetEase (Beteiligung an Bungie, Entwicklung div. Mobile-Titel wie Diablo Immortal) ist dabei in Japan ein großes Videospiel-Studio zu eröffnen und schnappt sich dazu unter Anderem Toshihiro Nagoshi dem Schöpfer der Yakuza-Reihe von SEGA.
Noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern, da noch Arbeiten für SEGA ausstehen, aber es handelt sich hierbei nur um nur die Spitze des Eisbergs in einem Krieg zwischen den beiden chinesischen Konzernen Tencent und NetEase um Einfluss im Videospielmarkt.
Erstere kaufen sich direkt bei bestehenden Firmen ein (100% bei Riot Games, 40% Epic Games, 5% Ubisoft, Mehrheit bei Yager), während NetEase gerade versucht selber Studios aufzubauen.
Japan ist dabei als traditionell stark in der Branche verwurzeltes Land sehr interessant, hat sich jedoch früher vor Geld aus China gewehrt. Nachdem COVID vor allem kleinere Firmen getroffen hat und auch Investoren wie Sony diese nicht mehr so stark wie früher unterstützen, scheinen die Vorbehalte gefallen zu sein.
Bleibt abzuwarten, wie sich das auf das Yakuza-Franchise und die jap. Spieleindustrie generell auswirkt.