How to make a Killing
Glen Powell ist aktuell der heiße shit in Hollywood und spielte sich seit "Top Gun: Maverick" kontinuierlich nach oben. Dabei kann er neben Blockbusterkino wie "Twister" und "Running Man" auch wendungsreiches Dark Comedy wie "A Killer Romance" und jetzt aktuell "How to make a Killing". Letztes ist dabei übrigens ein Remake des britischen Klassikers "Adel verpflichtet".
Geld = Glück
Die Geschichte ist dabei die selbe, wobei Glen Powell im Gegensatz zu Alec Guinness nicht alle Rollen der Opfer selbst spielt. Doch der Reihe nach. Eine Frau aus reichem Hause verliebt sich in einen einfachen Mann und zeugt einen Bastard. Dies missfällt dem Familienoberhaupt (Ed Harris) und stellt seine Tochter vor die Wahl. Kind oder Reichtum. Die Tochter entscheidet sich für das Kind, zieht es allein und ohne Reichtum auf. Immerhin hat das Kind die Chance aufs Erbe, wenn alle anderen vorher das zeitliche segnen.
Ihr seht worauf es hinausläuft? Genau! Die Erben müssen möglichst schnell und unauffällig beiseite geschaft werden, was letztendlich aber dennoch das FBI auf den Plan ruft. Es fällt halt doch irgendwie auf, wenn plötzlich mehrere todliche "Unfälle" passieren. Bei einer Laufzeit von knapp über 100min und einem Todescounter von 7 bleibt allerdings nicht viel Zeit die Morde akribisch vorzubereiten und auszuführen. So geht es ab dem zweiten Mord zicki zacki voran, was dem Spielfluss sehr entgegen kommt.
Dabei wird natürlich alles ironisch sarkastisch kommentiert und man hat kaum Zeit zum Luft holen. Dies ist vor allem der Spielfreude von Glen Powell zu verdanken, der am Morden die reinste Freude hat. Zumal alle auf der Liste ziemliche Idioten sind. An sich ist Beckett zwar ein geldversessenes Arschloch, doch da dies nur selten durchblitzt, fiebert man dennoch mit ihm mit und wünscht ihm die meiste Laufzeit über die Milliarden. Auf der anderen Seite raubt dies dem Film allerdings die Tiefe (wobei der Film diesen Tiefgang gar nicht möchte).
FAZIT:
"How to make a Killing" ist ein kurzweiligens Vergnügen ohne viel Tiefgang mit einem Top aufgelegten Glen Powell, dass nicht ganz an das weitere Portfolio von A24 heranreicht. Zwar bin ich ihm mittlerweile etwas überdrüssig, aber es sei ihm gegönnt, dem neusten heißen Shit in Hollywood.