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Tails of Iron 2: Whiskers of Winter
2. März 2025

Das zweite „Tails of Iron” Abenteuer verlagert die Geschichte in den hohen Norden, an die Mauer…. nein, Moment, wir sind nicht bei „Game of Thrones“! Obwohl einige Ähnlichkeiten oder sollte man eher sagen Inspirationen vorhanden sind. „Whiskers of Winter“ bietet dennoch eine eigenständige Geschichte, welche das „Tails of Iron“ Universum weiter ausbaut und eine neue Gefahr mit sich bringt – die Fledermäuse.

Das Lied von Ratten und Fledermäusen

In den ersten Spielminuten wird man gekonnt in die Story eingeführt und merkt schnell, dass die Zeiten düster sind. Der Wächter des Nordens ist gefallen und die uralte Gefahr durch die Fledermäuse ist zurück. Unser Protagonist Arlo steht vor einem Scherbenhaufen. Doch noch ist nicht alles verloren. So machen sich Spieler und Ratte auf den Weg, um nicht nur die Feste Winters Edge wieder aufzubauen, sondern auch Verbündete im Kampf gegen die Bedrohung aus dem hohen Norden zu finden.

So durchquert man verschiedene Gebiete und trifft auf allerlei Freunde und Feinde. Nach dem ersten Kontakt, kristallisiert sich schnell raus, dass auch die anderen Völker oftmals Hilfe benötigen. Das bedeutet, Geiseln befreien oder Monster töten. Die Gespräche laufen an Hand von einfachen Sprechblasen mit Bildchen ab. Tiefgründige Dialoge sollte man also nicht erwarten. Kämpfe gibt es dagegen zu Hauf. Arlo kann dabei auf eine leichte Nahkampfwaffe zurückgreifen (Schwert, Speer, Axt), auf eine schwere Zwei Hand Waffe (ebenfalls Schwert, Speer oder Axt) und eine Fernkampfwaffe (Bogen, Armbrust oder Gewehr). Zudem schaltet man nach und nach Magie frei, die mit schnellen Tastenkombinationen große Schäden verursachen kann. Die Kämpfe erfordern generell viel Blocken und Ausweichen. Visuell wird man jedoch gut darauf vorbereitet. Denn die Gegner kündigen an, wenn sie unaufhaltbare Angriffe starten. Außerdem gibt es noch Tränke, um Resistenzen zu erhöhen, Schleifsteine zum Schärfen der Waffen und Elementarfallen. Die Rüstung kann aus vielen Teilen individuell angepasst werden, wobei das Gewicht auch eine Rolle spielt – je schwerer der Harnisch, desto langsamer kann sich Arlo bewegen. An vielen Stellen in den verzweigten Levels existieren Sitzbänke, die als Speichermöglichkeit dienen und oftmals auch Nachschub parat halten. Hier kann man seine Trinkflasche mit leckerem Getränk auffüllen, um auch die größeren Kämpfe zu überstehen und natürlich seine Fernkampfwaffe nachzuladen.

Die Questlinie trödelt nicht allzu lange rum und wird gegen Ende recht episch. Spätestens wenn Arlo seine Verbündeten um sich schart und zum Sturm auf die Festung der Fledermäuse bläst, sollte man gut gerüstet sein. Sprich, die eigene Burg muss zu diesem Zeitpunkt komplett ausgebaut sein, man sollte alle drei Essen verspeist haben (erhöhen die Gesundheit) und natürlich braucht es auch passende Waffen & Rüstungen im Inventar. Wem das alles trotzdem zu schwer ist, kann den Schwierigkeitsgrad im Menü anpassen. Etwas das beim Vorgänger erst viel später mit einem Update nachgereicht wurde.

Erfindet das Rad nicht neu

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Metroidvania-Spiele und „Tails of Iron 2“ schwimmt in der Masse mit. Das bedeutet nicht, das es irgendwie mittelmäßig ist. Das was es will, setzt das Spiel auch gut um. Nur bringt es kaum etwas Neues mit sich. Die Levels sind verzweigt und manche Zugänge (oder Abkürzungen) schaltet man erst im späteren Spielverlauf frei. Die Kämpfe erfordern Geschick und Timing, erinnern deshalb auch an „Dark Souls“ und Co. Zudem kann Arlo ja auch Magie in Form von vier Zaubersprüchen: Feuer, Eis, Elektrizität und Gift einsetzen. Genauso viele Resistenzen und Schwachstellen gibt es im Spiel. Bedeutet also, je nach Feind sollte man seine Rüstung und Waffen anpassen. Um nicht den Überblick darüber zu verlieren, hilft ein umfangreiches Bestiarium. Nebenbei sammelt man Materialien, um Waffen herzustellen. Oder man erledigt Nebenaufträge, um Goldmünzen zu erhalten. Auch darf man auf Monster-Jagd gehen. Bei diesen riesigen Viechern laufen die Kämpfe in mehreren Runden ab: Das Tier haut zwischendrin immer wieder ab! Mit den Fallen kann man das nicht verhindern. Um an die begehrten und seltenen Ressourcen zu kommen, muss man also zeitaufwändig durch die Levels rennen. Selbst mit Hilfe der Schnellreisepunkte, spart man nicht viel Wegstrecke ein. Diese spezifischen Monster (manche tauchen nur tagsüber oder nachts auf) lassen rare Materialien fallen. Das wird wiederum gebraucht, um die vielen Waffen und Rüstungen herzustellen. Hier wäre in meinen Augen weniger, mehr gewesen, Man verliert schnell den Überblick. Das man diese Waffen dann auch noch in drei Stufen veredeln kann, streckt den Spielspaß abermals. Immerhin, auch nach dem Finale darf man noch auf Monsterjagd gehen und diverse Nebenaufträge abschließen. Doch die eigentliche Motivation ist weg.

Tod den Fledermäusen

Die Grafik ist wie schon im Vorgänger äußerst gelungen. Die unterschiedlichen Landschaften sehen fabelhaft aus und bieten genügend optische Abwechslung. Gegner wie Freunde passen ebenfalls sehr gut zu den 2D Ratten und das Gameplay läuft jederzeit flüssig ab, was ja für ein Unity-Spiel nicht unbedingt selbstverständlich ist. Die Musik fügt sich gut ins Geschehen ein und bietet vor allem mittelalterliche Töne. Nur zu den Bosskämpfen wird durch eine Band im Hintergrund regelrecht gerockt! Der Amerikaner Doug Cockle leistet einen ausgezeichneten Job als Geschichtenerzähler. Ansonsten gibt es keine Sprachausgabe. Die deutschen Untertitel sind indes sehr gut lesbar. Allerdings deutlich zu groß, was an sich kein Problem wäre, wenn diese nicht den halben Bildschirm verdecken würden. Das ist vor allem ärgerlich, wenn im Hintergrund bereits Kämpfe starten.

FAZIT:

„Tails of Iron 2“ ist eine gute Fortsetzung. Das Gameplay baut auf dem ersten Teil auf, erweitert es jedoch an vielen Stellen – wie dem Tag & Nacht Wechsel, Magie und dem Burgen-Management. Dazu fällt die Atmosphäre abermals passend düster aus. Lediglich das Stärken / Schwächen System nimmt leicht überhand und man muss zu oft Waffen & Rüstungen wechseln, um gegen die zahlreichen Gegner zu bestehen. Zudem ist „Whiskers of Winter“ nix für Weicheier und Ausweichen / Parieren sollte man im Blut haben, wenn man das Ende der Geschichte erleben will.

[ Review verfasst von .ram ]

[ Gespielt auf einer PS5 Pro mit 4K HDR TV ]

Pluspunkte:

  • Tolle Atmosphäre und gelungener Grafikstil
  • Kämpfe fühlen sich wuchtig an
  • Schwierigkeitsgrad anpassbar

Minuspunkte:

  • Zu viele Waffen und Rüstungen
  • Handlung könnte packender sein
  • Burgenbau zu simpel


Infos zum Spiel
NameTails of Iron 2: Whiskers of Winter
SystemPlayStation 5
PublisherUnited Label
EntwicklerOdd Bug Studio
GenreRollenspiel
USKab 16 Jahren
Preis29,99 €
Release
 28.01.2025
 28.01.2025
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
Speicherbedarf2GB
Videos
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Screenshot Galerie
Tails of Iron 2: Whiskers of Winter
Gameplay
8.0
Atmosphäre
8.0
Grafik
9.0
Sound
8.5
Spielspass
8.0
 

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