Das letzte neue Ninja Gaiden Spiel ist mittlerweile über 10 Jahre alt und manche Fans haben bereits die Hoffnung verloren, jemals einen neuen Teil der Serie zu erhalten. Doch vor kurzem wurde nicht nur Ninja Gaiden 4 angekündigt, sondern mit Ninja Gaiden 2 Black ein Fan-Liebling neu aufgelegt und direkt herausgebracht. Genau dieses schauen wir uns heute in unserem Test genauer an. Ob das Spiel auch 15 Jahre später noch überzeugen kann, verraten wir euch im Text.
Zerstückelung als Spielprinzip
Ninja Gaiden 2 wurde ursprünglich von Team Ninja unter Leitung des exzentrischen Tomonobu Itagaki entwickelt und ist ein Character Action Game, wie z.B. auch Devil May Cry oder Bayonetta. Das heißt, ihr steuert euren Charakter durch Level und müsst eine Vielzahl an Gegnern besiegen. Dabei zeichnete sich die Ninja Gaiden Serie oftmals durch einen recht hohen Schwierigkeits- und Gewaltgrad aus. So fand die "Dismemberment"-Mechanik ihren Einzug, die es euch erlaubt, eure Gegner zu zerstückeln. Fehlt einem Gegner z.B. ein Bein, kann dieser zwar immer noch angreifen, aber ihr könnt den Gegner dann mit einem stylischen Finisher erledigen. So entwickelt sich dann eine interessante Dynamik die darauf ausgelegt ist die Gegner möglichst schnell zu zerstückeln und dann eben zu erledigen. Natürlich wehren sich die Gegner auch gekonnt und insbesondere ihre große Anzahl wird gerne mal zum Problem. Dabei greifen die Gegner auch oft aus dem Offscreen an, was auch nerven kann. Überhaupt ist die Kamera wohl der größte Schwachpunkt des Spiels. Denn diese ist nicht frei bewegbar und wird oft so gewählt, dass ihr von Gegnern überrascht werdet. Sie zickt auch gerne mal rum in engeren Gebieten und macht die Kämpfe dann unnötig unübersichtlich. Dafür überzeugt das Spiel dann aber mit einer Vielfalt an Waffen und Combos, die ihr zu eurem Vorteil nutzen und auf die Gegner anpassen könnt. Überraschenderweise ist das Spiel aber unterm Strich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad recht human ausgefallen. Erst auf höheren Schwierigkeitsgraden muss man wissen, was man tut.
Story? Wozu?
In der Theorie verfügt das Spiel auch über eine Geschichte, in der es darum geht das ein Ninja Clan einen Erzdämon freigelassen hat, welcher nun die Welt terrorisiert und ihr müsst die Welt nun retten. Die Geschichte ist aber eher in der Kategorie “geht auch besser” zu verzeichnen und passt auf einen Bierdeckel. Stattdessen lohnt sich ein Blick auf die Grundlage für dieses Remake. Denn das Entwicklerteam hat nicht das ursprüngliche Ninja Gaiden 2 hergenommen, sondern die Neuauflage Ninja Gaiden 2 Sigma. Diese wurde von Fans mit gemischten Gefühlen aufgenommen, weil Inhalte wie New Game Plus fehlen und die Anzahl der Gegner zum Teil drastisch reduziert wurde. Ein Teil der Kritikpunkte wurde bereits mit einem aktuellen Patch wieder gelöst.
Technik
Das Remake nutzt die Unreal Engine 5 für seine grafische Darstellung und kann sich wirklich sehen lassen. Man merkt dem Spiel kaum an, dass es ursprünglich für die PS3-Generation erschien. Jede Ecke des Spiels wurde aufgehübscht und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Überhaupt bietet das Spiel eine schöne Anzahl an Waffen, Gegnern und verschiedenen Leveln, sodass es nie wirklich langweilig wird. Dabei läuft das Spiel auch butterweich mit 60 Bildern pro Sekunde auf der PlayStation 5.
FAZIT:
Ninja Gaiden 2 Black ist gewisser weise ein Spiel welches aus der Zeit gefallen ist. Manche Aspekte würde man heute sicher nicht mehr so umsetzen, aber vielleicht genau deswegen wirkt es irgendwie erfrischend. Bevor die Spielmechaniken zu langweilig werden, wirft euch das Spiel immer wieder eine neue Waffe oder Gegnertypen entgegen und so vergeht die Zeit wie im Flug. Einzig die Bosse sind nicht ganz so gelungen und fügen sich öfters nicht so gut in das generelle Spielgeschehen ein. Ansonsten hatte ich trotz kleinerer Schwächen viel Spaß mit dem Spiel und der reduzierte Schwierigkeitsgrad kam mir persönlich entgegen. Somit ist Ninja Gaiden 2 Black ein guter Einstieg in die Reihe für Neulinge und für 49,99€ kann man über den Umfang nicht meckern.
[ Review verfasst von crack-king ]
[ Gespielt auf der PlayStation 5 Pro mit 4K TV ]
Pluspunkte:
Kurzweiliges Gameplay
Große Waffen- und Gegnervielfalt
Gute technische Umsetzung
Minuspunkte:
Kamera aus der Hölle
Schwache Bosse
Letztlich nicht die ultimative Neuauflage durch fehlende Inhalte
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